Münchener Techno-Clubverweigert Pelzträgern denEintritt

Skandal um Rosi.

In der Steinzeit rettete Pelz Menschen vor dem Erfrieren. Später wurde er zum modischen Schmuckstück. Nun ist er nicht mehr überlebensnotwendig, zumindest nicht für die Gattung Mensch, sondern Zierde und Statussymbol. Sich mit totem Tier zu schmücken, scheint im 21. Jahrhundert zwar noch en vogue zu sein, doch das Thema wird immer heftiger diskutiert in der Gesellschaft und so auch in der Techno-Community. Nun wurde eine Hausregel in einem angesagten Münchner Techno-Club etabliert. Der Club ‚Bahnwärter Thiel‘, der auch als alternatives Kulturzentrum dient, setzt nun dieses vorbildliche Statement: Wer Pelz trägt, darf hier nicht mehr tanzen. Fünf Jahre dauerte es, bis der Club sich dafür entschied seine Meinung öffentlich zu vertreten und diese Konsequenz als eigene Hausregel aufzustellen. Auf Facebook verkündete das Team des Bahnwärter Thiels diese Maßnahme. Die Resonanz war, wie zu erwarten, sehr groß und kontrovers. Es wird um Verständnis für die Entscheidung gebeten, denn die Tiere würden unter furchtbaren Bedingungen gehalten und getötet werden. Selbst das Tragen von Vintage-Pelzen oder Echtpelz-Imitaten führte dazu, Pelz weiterhin salonfähig zu machen. In dieser Hinsicht wird der Club auf keine weiteren Diskussionen mehr eingehen, da er eine eindeutige Position vertritt. Das alles habe nichts mit Einschränkung des persönlichen Kleidungsstil zu tun, so das Team des Bahnwärter Thiels auf Facebook. Hier gelangt ihr zu der Facebook-Seite des Clubs: https://www.facebook.com/bahnwaerterthiel1/

Im Februar spielen im Bahnwärter Thiel u.a. noch Township Rebellion und Midas 104.

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