Helden der Nacht – YaredHagos (The Parlour/Frankfurtam Main)

Du bist Inhaber des Clubs The Parlour in FFM. Seit wann gibt es diesen Club und wie würdest du die Philosophie des Clubs beschreiben?
Das Parlour betreibe ich jetzt seit 2012. Anfänglich war es eine Bar mit tollen Drinks und einem großen Augenmerk auf Lifestyle. Mit der Zeit wurde es leicht clubbiger, denn wir haben auch festgestellt, dass die Gäste es honorieren, wenn wir hier gute Musik spielen. So haben wir lokalen DJs die Möglichkeit gegeben, sich hier zu präsentieren. Damit sind wir zu einer der angesagtesten Adressen in Frankfurt für gute Musik geworden. Allerdings machen wir das nicht jedes Wochenende sondern unregelmäßig. Es soll etwas Besonderes bleiben. Circa 100 Personen haben hier Platz zu tanzen.

Wann und wie bist du mit dem Nightlife in Berührung gekommen und wie bist du letztendlich dazu gekommen, in diesem schwierigen Berufsfeld deine Brötchen zu verdienen?
Das Nightlife hat mich schon früh gepackt. Anfänglich fand ich es nicht schlecht, ein wenig Geld dazu zu verdienen. Allerdings habe ich dann relativ schnell festgestellt, dass die Menschen nachts viel lustiger unterwegs sind als tagsüber. Da ich auch nachts gerne aktiv bin, habe ich vor 20 Jahren entschieden, in diesem Bereich tätig zu sein. Und ich kann mir aktuell auch nicht vorstellen, einen normalen ‚9-to-5‘-Job zu bekleiden. Nachts sind die Menschen auch ehrlicher und ich finde die Magie der Nacht unendlich spannend.

Frankfurt war lange Zeit das Mekka für elektronische Musik in Deutschland. Das hat sich allerdings im Laufe der vergangenen Jahre auch durch diverse Club-Schließungen geändert. Wie würdest du die aktuelle Situation in der Mainmetropole beschreiben?
Frankfurt war wirklich sehr lange Vorreiter in Sachen elektronische Musik. Das hat sich leider geändert, lediglich das Robert Johnson hält das Qualitätsniveau weiterhin hoch. Ich habe das Gefühl, dass jetzt aber einige Leute versuchen, wieder neue Clubs mit Potential auf den Weg zu bringen. Die Dynamik nimmt wieder zu und es macht wieder mehr Spaß, in Frankfurt auszugehen. Neben dem Robert Johnson gibt es aktuell noch das Tanzhaus West und das Silbergold. Hin und wieder gibt es auch immer mal wieder Pop-up-Dinger, die großes Interesse in der Szene hervorrufen.

Du hast sicherlich schon viele wilde Nächte in deinem Club erlebt. An welche Abende erinnerst du dich besonders gerne?
Es fällt mir nicht leicht, einen Abend herauszupicken. Wir haben viele unterschiedliche Künstler hier gehabt wie Ata oder Karotte oder Amin Fallaha und immer besondere Abende gehabt.

Warsteiner hat zwölf besonders herausstechenden Locations eine besondere Ehre zu Teil werden lassen. The Parlour gehört dazu. Was genau hat euer Partner Warsteiner euch geschenkt?
Warsteiner engagiert sich mittlerweile auch in kleineren Szene-Bars und hat mit uns zusammen unser eigenes Bier kreiert, das es nur bei uns im Laden geben wird. Es ist eine tolle Partnerschaft, die wir mit Warsteiner pflegen. Sie verstehen das Bedürfnis von individuellen Clubs und Bars, und es wird in Zukunft noch weitere Projekte geben, die wir mit Warsteiner umsetzen werden. Natürlich sind wir sehr stolz, eine von 12 Adressen in Deutschland zu sein, mit denen Warsteiner ein eigenes Bier herausbringt.

Wie sieht das Programm der kommenden Monate/Wochen bei euch aus?
Am 6. Oktober haben wir in der angesagten Pop-up-Location Offyard unsere ein Mal jährlich stattfindende Party „Parlour & Friends“ mit zehn DJs. Nicht ganz zufällig an meinem Geburtstag.

Welches Musikstück kannst du dir immer wieder im Club anhören?
Frankie Knuckles – Your Love

Was ist dein Lieblingscocktail?
Ich trinke nicht sehr viele Cocktails. Barkeeper wissen, was ich meine. Aber eine Margarita oder ein Daiquiri gehen immer.

 

Und hier gibt es mehr Infos zum Parlour: 
www.facebook.com/theparlour.frankfurt

Foto (c): Thomas Lohnes

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