Helden der Nacht: Daniel DiPerri – SOLAR

Helden der Nacht: Daniel Di Perri 

 

SOLAR ist seit zehn Jahren ein fester Bestandteil der Szene. Du und dein Bruder stehen für SOLAR. Wie ist SOLAR entstanden, warum der Name und wie ist die Aufgabenverteilung?

Der Name SOLAR entstand im Mai 2008 auf einem Parkdeck am Flughafen von Bologna, nach meinem Aufenthalt in Florenz. Die Sonne schien mir ins Gesicht, Techno-Musik in meinen Ohren und mein Check-in Zettel diente als Skizzenblock für die Lilie „Il Giglio“, dem Stadtwappen von Florenz. In diesem Moment kam mir die Idee, die elektronische Musik mit der Energie der Sonne zu kombinieren. So entstand SOLAR Elektro Sound. Chris und meine engsten Freunde, mit denen ich das Feiern kennengelernt habe, waren von der ersten Sekunde an dabei und wir entwickelten unser Konzept immer weiter. Wir dekorierten schon die ersten Partys mit Blumen und hatten kleine Specials für unsere Gäste. Schnell entwickelte sich eine sehr treue Fanbase, welche uns gemeinsam wachsen ließ und bis heute noch begleitet. Die Aufgabenverteilung ist relativ klar strukturiert. Chris ist für den musikalischen Teil zuständig und hat es in den zehn Jahren bisher auf jeder SOLAR geschaff t, uns mit seiner Musik glücklich zu stimmen – natürlich mit tagkräftiger Unterstützung unserer SOLAResidents. Ich kümmere mich um den konzeptionellen Teil, die Organisation, Locations, Booking, Technik, Koordination der Deko/Aufbau, Fotos & Videos, Marketing und allem, was dazu gehört. Aber SOLAR war und ist nur durch die Hilfe unserer Freunde und Familie realisierbar, die bis heute immer noch dabei sind und uns unterstützen wo es nur geht. DANKE!

Ihr seid nicht nur in Köln sondern auch im Umland und auch auf Ibiza aktiv. Wo liegt euer Schwerpunkt und wo wollt ihr hin?

Ja das stimmt, 2012 haben wir auf Ibiza unsere Partner, die Capadi Rebels, kennengelernt. Seitdem gibt es im Sommer einen Platz für uns auf der Insel. Wir haben in Clubs wie dem Sankeys, Delano Beach Club, im Ibiza Global Radio und auf den legendären Katamaran-Partys unseren SOLAR-Sound zum Besten geben dürfen. Des Weiteren sind wir seit nun mehr als fünf Jahren Gast auf dem „Rave on Snow“- Festival in Österreich, dieses Jahr dann mit einem Special zum zehnjährigen SOLAR-Jubiläum mit eigener Bühne auf 2500 Höhenmetern, unter anderem mit Pan-Pot, Tobi Neumann, Chris Di Perri und Domenic D`Agnelli. Über die Jahre haben wir zudem Events/Showcases auf dem SONAR Festival in Barcelona und auf der Beats and Boats in Berlin veranstaltet und waren in Städten wie Budapest, Luxemburg, Frankfurt, Stuttgart, Dortmund, Neuss, Düsseldorf und Bonn zu Gast. Aber am schönsten ist es immer noch zu Hause und das ist in Kölle. Daher liegt auch in den nächsten Jahren unser Fokus auf unseren Projekten in Köln, die allerdings nicht jeden Monat in der gleichen Location stattfinden, das war und ist unser Anspruch.

Was macht ein SOLAR-Event so besonders?

Bei uns trifft man auf Menschen verschiedenster Klassen, Alterstufen, sexueller Orientierungen und ethnischer Herkunft. Jedoch stellt dieses Zusammenkommen kein Problem dar, im Gegenteil. Alle tanzen friedlich miteinander und genießen einfach den Moment. Unsere musikalische Range bewegt sich von Deep House über Tech-House bis hin zu sexy Techno. Hinzu kommt, dass von der ersten Veranstaltung an bis heute unser Ansporn nach wie vor derselbe ist – unabhängig der Location–, den Wiedererkennungswert (gebunden an das Sound- und Lichtsystem) aufrecht zu erhalten. Genau diese Philosophie ist es, die wir auch nun bei der nächsten Veranstaltung, unserer Jubiläumsparty zum zehnten Geburtstag vertreten und an alle Menschen weitertragen möchten.

Welche drei Dinge gehören zu einer tollen SOLAR-Party?

1. Sound. Ein mit allen Acts gut abgestimmtes Line-up, mit einer kontinuierlichen Steigerung von Deep House, Tech-House bis hin zu sexy Techno.
2. Light. Das Kreieren einer Atmosphäre, die durch ein dynamisches Zusammenspiel aus Licht und Musik entsteht. 3. Feeling. Die Bindung, die zwischen unseren DJs und den Gästen entsteht. Eine
Energie, die letztendlich immer wieder zu diesem einen Moment führt, den man mit nach Hause nimmt.
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Wo und wann habt ihr eure erste SOLAR-Party veranstaltet und wer war dabei?

Am 2.Oktober 2009 im „Just In“ (ehemaliges E-Feld) war es soweit – wir sind mit der SOLARising an den Start gegangen. Ich habe nach keinem angesagten Club der Szene gesucht, sondern einen Ort, an dem unsere Idee Platz hatte zu wachsen und das tat sie auch. Damals kamen mehr als jemals erwartet, circa 650 Gäste, und feierten mit uns den Moment des Lichts. Eine Mischung aus Szene und Leuten, die mit der elektronischen Musik bis Dato noch nicht in Kontakt gekommen sind, kamen zusammen. Genau das war unsere Intention, Leute an die Musik zu bringen und das in einer einzigartigen Atmosphäre zu erleben. Damals haben Jungs wie Rochus Grolle (heute ein Teil des Junge-Junge-Duos) und unsere ersten SOLAResidents Jan Bröhmer und Sascha Röttger aufgelegt. Es ging um die Party und den Vibe, die Musik und die Leute. Was war dein wildester SOLAR-Moment in den vergangenen zehn Jahren? Mmhhh, wirklich schwer zu sagen. Ich entsinne mich an unzählige Momente, die für immer bleiben, jedoch sticht einer dennoch hervor. Das war im Januar 2012 bei unserem ersten Event im Club Bahnhof Ehrenfeld. Ein b2b-Set meiner damaligen Residents Kanat & Lazo. Die Party war auf ihrem Höhepunkt und bei ihrem letzten Track entstand eine Energie im Raum – den Ausdruck in den Gesichtern jedes einzelnen werde ich mein Leben lang nicht vergessen. Allein wenn ich dran denke, bekomme ich Gänsehaut. Dies war gleichzeitig auch die Geburtsstunde der JECK II JECK.

Welche drei Tracks hörst du auch nach zehn Jahren immer noch gerne auf euren Partys?

Oxia – Domino
Illario Alicante – Vaccaciones en Chile
Cirez D – On Off

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