Helden der Nacht – BlackLoops

Hallo Riccardo, wie und wann hat deine musikalische Sozialisation begonnen? Warum hast du den Namen Black Loops gewählt und was soll er ausdrücken? Und wie würdest du deinen Sound beschreiben?

Ich beschäftige mich schon seit meiner Jugend mit Musik. Als ich 9 Jahre alt war, hatte ich mein erstes Schlagzeug und habe von da an nie aufgehört, Musik zu machen. Was den Namen Black Loops betrifft, so hörten meine Ex-Partnerin Gabriele und ich damals nicht nur elektronische Musik, sondern vor allem Rock und Garage, als wir uns entschieden hatten, dieses Projekt zu starten. Unsere damalige Lieblingsband war Black Lips, also dachten wir, es ganz witzig Spaß, den Namen Black Loops zu verwenden, da Loops ja ein sehr gebräuchliches Wort in Sachen Elektronikproduktion ist.

Ich würde meinen Sound als House mit einer Prise italienischem Stil beschreiben.

 

Du bist aus Italien nach Berlin gezogen. Wie gefällt dir die Clubszene in Berlin und wo siehst du Unterschiede zu Italien? In welche Clubs gehst du regelmäßig und welche Aspekte aus Italien fehlen in Berlin?

Nun, es ist unnötig zu sagen, dass Berlin der richtige Ort ist, wenn man sich mit elektronischer Musik beschäftigen will. Musikalisch und arbeitstechnisch ist Berlin heutzutage mein Zuhause und dank der Clubs und Promoter, die mir die Möglichkeit gaben, mich zu entfalten, kann ich heute das tun, was ich als Job liebe – und ich kann nicht dankbarer sein.

Die Clubszene ist gemein, so viele tolle Locations und Partys, erstklassige Musik und DJs. Ich kann nicht wirklich sagen, welcher Aspekt aus Italien in der Clubszene fehlt, denn ich denke, die Clubszene in Italien ist ziemlich durcheinander – um ganz ehrlich zu sein.

 

Woher aus Italien kommst du? Und gab es dort auch eine Houseszene?

Ich komme aus einer kleinen Stadt in der Toskana namens Arezzo. Es gibt dort nicht wirklich eine große Szene, ein paar Freunde halten es am Leben, indem sie in Clubs und Bars spielen, aber leider verstehen es die meisten Leute nicht so richtig …

 

Erinnerst du dich noch an deinen ersten Rave?

Ja, ich war 14 Jahre alt und es war eine illegale Party im Wald. Das langsamste Tempo in dieser Nacht war 180 bpm, hahaha …

 

Wann wolltest du zum ersten Mal DJ werden? Wie hat sich dein Sound in den letzten Jahren entwickelt, hat er sich stark verändert?

Ehrlich gesagt, ich wollte schon immer Musiker werden. Dass ich DJ wurde, entwickelte sich durch meinen Stil und Geschmack. Aber ich sehe mich in erster Linie immer noch als Musiker.

 

Was war deine wildeste Berlin-Erfahrung?

Mein 30. Geburtstag im berüchtigten Kater Holzig. Ich war für volle zwei Tage weg.

 

Silvester spielst du zum ersten Mal bei HYTE, bist schon aufgeregt? Was können wir erwarten? Auch welche andere DJs freust du dich bei diesem Event?

Ich bin sehr aufgeregt. Das ist wohl das größte Event, auf dem ich in diesem Jahr spielen werde und ich freue mich darauf, zu sehen, wie es sich anfühlt, vor einem größeren Publikum als üblich zu spielen. Ich bin sehr gespannt darauf, Archie Hamilton, Butch und Soulphiction zu sehen, die auf der gleichen Bühne spielen werden.

 

Deine drei All-Time-Favoriten?

Laurent Garnier – The Man With The Red Face

Prince – I Wanna Be Your Lover

Kerri Chandler – Mommy What’s A Record

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