Location des Monats: 102 –Neuss

 

Der Club 102 in Neuss existiert seit September 2010 und lädt sich regelmäßig namhafte Acts ein. Techno-Legenden wie Monika Kruse geben sich mit Superhouseheroen wie andhim die Klinke in die Hand. Wir haben den ‚Macher‘ des 102 Daniel Raeck nach dem besonderen Charme des 102 befragt.

 

 Wie kam dir die Idee, einen Club zu übernehmen? Hast du eine Wette verloren?

Ja klar habe ich eine Wette verloren und zack einfach einen Club aufgemacht. Spaß beiseite. Ich habe das „Projekt Club“ seinerzeit gut zwei Jahre vorbereitet und hatte die Idee schon etwas länger im Kopf. Ich komme aus der Sport-und Freizeitbranche und hatte bereits 10 Jahre Erfahrungen in diesem Bereich. Ich wollte eine neue Herausforderung und hatte das Gefühl, dass in NRW und speziell Düsseldorf für die elektronische Musik etwas getan werden muss.

 

Das Gebäude des 102 schaut ja auf eine lange Club-Historie zurück. War der Schatten des Vorgängerclubs eher Bürde oder Motivation?

Wenn ich ehrlich bin, habe ich da nicht großartig drüber nachgedacht. Ich war auf der Suche nach einer passenden Location und hatte gar nicht vor, das ehemalige „Tribehouse“ zu übernehmen. Es war ja schon seit gut einem Jahr geschlossen und ich dachte da wäre längst ein Lagerraum oder ähnliches draus geworden. Durch Zufall bekam ich dann mit, dass das Objekt zum Kauf angeboten wurde. Der Termin vor Ort hatte schon was Besonderes. Licht und Ton liefen, als ich zum Termin erschien und alles wirkte so, als wenn Samstag die nächste Party wäre. Die Location hat eine ganz besondere Magie, die man so nur sehr selten in Clubs wiederfindet und so war fix klar, dass ich das Objekt gerne wieder zum Leben erwecken möchte.

 

Wer gehört zu deinem Team und wer verrichtet welche Aufgaben?

Neben meinem recht großen Team, welches in der Nacht für kühle Getränke, bestes Licht und reibungslose Abläufe sorgt, habe ich Sandy an meiner Seite. Er ist mein Betriebsleiter und übernimmt im Office alles was ich an Aufgaben abgeben kann, ist in der Nacht meine rechte Hand und kümmert sich ums Personal. In der Woche unterstützt uns dann noch Sigi. Die gute Fee des Hauses, der Fachmann für Ordnung und Herr über jeden Flaschenöffner, Eiskühler oder Schlüssel im Club.

 

Welche Party im 102 ist dir besonders im Gedächtnis geblieben?

Ach da gibt es wirklich viele. Unsere Karnevals-Sonntage sind natürlich immer riesige Highlights und große Produktionen, die die Messlatte Jahr für Jahr höher legen. Aber auch kleine Veranstaltungen wie die sommerlichen Sunday Sessions machen mir sehr viel Spaß.

 

Du hast ja eine eigene Wassermarke gegründet. Was hat dich dazu verleitet und was ist die Philosophie von Stilla Aqua?

Alles fing vor ca. 3-4 Jahren an. Damals verschwand Evian mit ihrer kleinen „Gastroflasche“ vom deutschen Markt und hinterließ für mein Empfinden eine große Lücke. Evian war irgendwie sexy, was man von den Mitbewerbern nicht wirklich behaupten konnten. Ich habe viele Gespräche mit großen Wassermarken geführt und geraten, doch mal ein Wasser für den Club-und Barbereich zu machen. Passiert ist da aber leider nix. Im Gegenteil. Es war eine gewisse Arroganz zu spüren. Vor gut 1,5 Jahren kam dann ein Freund aus der Wasserbranche auf mich zu und fragte mich, ob ich nicht ein Wasser haben möchte, auf dem „102“ draufsteht. Das war mir irgendwie zu klein gedacht. Ich wollte keine Marke für meinen Club sondern sexy Wasser für alle Clubs und Bars. Ein sehr guter Freund aus Studientagen – Jörg Witzel – hat eine eigene Werbeagentur in Düsseldorf und ist schon immer sehr wasseraffin gewesen. Er war sofort Feuer und Flamme wurde mein Partner und so wurde STILLA gegründet. Bis zur ersten marktreifen Flasche hat es dann aber nochmal mehr als ein Jahr gedauert. Für uns muss Wasser zuerst einmal schmecken und deinem Körper geben, was er braucht. Wir zelebrieren die Momente, in denen wir Wasser trinken. Deshalb gibt es Stilla. Wunderbares Wasser für das „Hier. Ich. Jetzt.“

 

Auf welche Acts können sich die Besucher des 102 in naher Zukunft freuen?

Wir befinden uns im letzten Drittel der Club Saison. Bevor wir Ende Juni in die Sommerpause gehen und uns auf Ibiza und die Sunday Sessions konzentrieren, haben wir noch ein dickes Programm. Monika Kruse, Super Flu, Matthias Tanzmann, Josh Wink, Mathias Kaden, Davide Squillace, Rodriguez Jr. – die Liste ist lang und es wird noch ein paar tolle Nächte im 102 geben. Am 17.06. ist dann Finale und der „MainClub“ schließt seine Türen bis Anfang September.

 

Im 102 gibt es ein Fotoverbot, allerdings erst ab 02:00 Uhr – wieso?

Fotos sind sehr beliebt und jeder macht gerne mal ein paar Fotos im Club. In so manchen Berliner Clubs herrscht beispielsweise striktes Fotoverbot. Das wollten wir nicht. Allerdings möchten wir unseren Gästen die Möglichkeit geben, unbeschwert zu feiern. Grade zu späterer Stunden geht es schon mal etwas ausgelassener zu und da möchte nicht jeder am nächsten Tag ein Bild von sich im Netz finden.

 

Warum ist Warsteiner der perfekte Bier-Partner für das 102?

Mit Warsteiner arbeiten wir schon einige Jahre sehr erfolgreich zusammen. Es ist sehr nah am Puls der Zeit, tut eine Menge für die Szene und hat natürlich auch Topprodukte im Portfolio.

 

Was  muss man als Gast beachten, um nicht an der Tür des 102 abgewiesen zu werden?

 

Wer offensichtlich schon am Kleiderschrank Bock auf eine exzessive Club-Nacht bekommen hat – der kommt rein! Weitere Infos gibt es hier.

 

 

Musicplayer

Streame deine Lieblings-Festivalmusik