Taucht mit Björk in eineMärchenwelt

Herzlich Willkommen! Islands Ausnahmekünstlerin Björk ist zurück und hat endlich wieder gute Laune. Zierte ihr letztes Album „Vulnicura“ noch von Herzschmerz, Hoffnungslosigkeit und Melancholie, kommt „Utopia“ als krasser Gegenentwurf daher, aufgeweckt, mutig und voller Euphorie. Natürlich nicht ohne einmal mehr Kunst, Musik, Politik und Gesellschaft auf eine Art & Weise zu thematisieren, die so extravagant und so zeitlos nur von Björk stammen können.

Dabei brachte die Euphorie die Liebe zum Leben auf der Überholspur zurück. Vor einigen Monaten noch in der Steppe eingeigelt, bestimmten spontane DJ-Sets in New York, London und Barcelona, experimentelle Aufnahmesessions in Kirchen, an abgelegenen Orten oder mit Flötenorchestern und eine neue Lebensfreude den Alltag. Vollgepackt mit Freude, Lust und Tatendrang ist es nun „Utopia“, der diesen Lebensabschnitt in Worte, Töne und Emotionen verpackt.

Dabei taucht Björk regelrecht ab. Ab in ihre ganz eigene traumhafte Zukunftsvision, die glitzernder, wohlklingender und harmonischer nicht hätte sein können, fernab von Konsumwahnsinn und Gesellschaftsdruck. Mit einem Strahlen im Gesicht möchte sie diese Utopie jedem Menschen persönlich vermachen und ihn als Zeichen der Dankbarkeit mit einer liebevollen Umarmung verabschieden. Eben mit der gleichen Liebe und Euphorie, mit der sie auch durchs Leben geht.

Um dem Hörer diese hoffnungsvolle, aber teilweise auch kryptische, Message nahe zu bringen, hat sich Björk Unterstützung vom Produzenten Arca geholt, der die Welt seit einigen Jahren mit experimentellen elektronischen Sounds und abstrakten Live-Shows in kollektives Staunen versetzt. Dabei werden Beats und Bässe zwar des öfteren gegen stets präsente Flöten getauscht, bilden aber weiterhin – und gefühlt so leicht und befreit wie nie zuvor – das musikalische Grundgerüst des gesamten Albums. Gepaart mit Field-Recordings, massig Vögelrufen und Björks einzigartiger Stimme, entwickelt sich „Utopia“ so zu einem abstrakten Zukunftsmärchen, dass befreiter und inspirativer nicht hätte sein können. Und ganz ehrlich, es gibt sicherlich schlimmeres, als in einem Traum von Björk zu leben…

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